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Mit diesen Tipps einen Kaminofen selber bauen

Wenn es draußen kälter wird, ist er da, der Wunsch nach dem eigenen Ofen. Das Feuer macht das Wohnzimmer zu einem noch gemütlicheren Ort. Die Wärme sorgt für Behaglichkeit. Der Luxus hat allerdings seinen Preis. Wer sparen möchte, kann seinen Ofen mit einem Bausatz selber bauen.

Kaminofen


Am Anfang steht die Bürokratie

Bevor Sie mit Ihrem Projekt beginnen, sollten Sie sich unbedingt mit der Landesbauordnung befassen und erkunden, ob es in Ihrem Bundesland möglich ist, den Kamin selber zu bauen. Unter Umständen ist es nur einem Fachmann erlaubt, eine Feuerstätte zu errichten. Der Schornsteinfeger muss später den Einbau abnehmen. Er wird zudem die Einhaltung des Bundesimmissionsschutzgesetzes kontrollieren. Die gültigen EN- und DIN-Normen sind einzuhalten. Statten Sie also unbedingt der zuständigen Behörde einen Besuch ab, bevor Sie mit dem Einbau anfangen.

Einen Bausatz auswählen

Wenn Sie die behördliche Genehmigung für den Kamineinbau haben, können Sie das Material besorgen. Besonders beliebt sind Bausätze. Es gibt fast unendlich viele Modelle. Die Nespresso entkalken Sie am besten, bevor Sie in den Katalogen blättern. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand macht das doppelt Spaß. Es wäre schade, wenn es gerade jetzt einen Entkalkungsalarm gibt. Schauen Sie sich auch in Ruhe im Baumarkt oder im Kaminfachhandel um.

Nicht im Bausatz befindet eine feuerfeste Unterlage. Für den Unterbau müssen Sie selbst sorgen. Eine Funkenschutzplatte ist ebenfalls unverzichtbar, selbst wenn der Kamin eine Glastür hat. Auch beim Nachlegen von Holz oder beim Ofen reinigen kann es zu einem Funkenflug kommen.

Grundsätzlich enthält der Bausatz eine Brennkammer zum Verbrennen der Holzscheite und ein Abzugsrohr aus Kupfer, Gusseisen oder einem anderen Material zum Ableiten des Rauchs über den Kamin. Bei kleinen Räumen kann eine externe Luftzufuhr von außen nötig sein. Hinter den Ofen gehört ein Wärmeschutzblech, das die Wand vor den hohen Temperaturen schützt. Ihre Kreativität können Sie mit der Verkleidung ausleben, denn Sie haben hier je nach ausgewähltem Modell verschiedene gestalterische Möglichkeiten.

Die richtige Stelle auswählen

Viele Auswahlmöglichkeiten bezüglich des Stellplatzes wird es nicht geben, wenn Sie einen vorhandenen Schornstein nutzen möchten. Für eine neue Esse benötigen Sie eine Baugenehmigung. Sprechen Sie am besten vorab mit dem Schornsteinfeger und holen Sie sich Tipps. Zudem kann es sinnvoll sein, einen Statiker um Rat zu fragen, denn ein Kamin ist sehr schwer.

Handwerkliches Geschick ist erforderlich

Wenn Sie nicht über die nötigen Kenntnisse verfügen, dann fragen Sie besser einen Fachmann um Rat und lassen sich helfen. Vielleicht gibt es jemanden im Freundeskreis, der schon einen Kaminofen aufgebaut hat, und der bereit ist, nun nach Ihrem Projekt zu sehen. Zeichnen Sie den Umriss Ihres Ofens an der Wand an. Der Kamin muss auf den Millimeter positioniert sein, damit der Kaminanschluss passt. Nur wenn Ofenrohr und Wandmuffe perfekt miteinander verbunden sind, zieht der Ofen richtig. Lesen Sie die Aufbauanleitung genau, um zu erfahren, was Sie an Werkzeug benötigen.

Der letzte Schliff

Nach dem Einbau des Kamins und den abschließenden Malerarbeiten können Sie das Umfeld des Kamins mit dem nötigen Zubehör versehen. Ein kleiner Lagerplatz für Holz, das kann ein Kaminholzkorb oder ein kleines Regal sein, ist nötig. Auch das Kaminbesteck darf nicht fehlen. Sie benötigen eine Zange, einen Schürhaken und einen Kaminbesen. Vergessen Sie den Kaminanzünder nicht. Eine kleine Sitzbank in der Nähe des Kamins lädt zum Verweilen ein.

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